Verdienste in der Finanzbranche

Studien von Jobexperten aus den letzten Jahren zeigen auf, dass bei vielen Unternehmen in der Finanzbranche sehr gute Verdienstmöglichkeiten vorhanden sind und das durchschnittliche Bruttojahresgehalt gegenüber anderen Branchen wesentlich höher ist.

Verdienst nach Beruf in der Finanzbranche

Nach den Auswertungen von einigen Jobportalen liegen die durchschnittlichen Jahres-Brutto-Gehälter in der Finanzbranche knapp unterhalb von 48.000 bis knapp unterhalb von 60.000 Euro. So bekommt zu Beispiel ein Finanzberater ein durchschnittliches Jahresbruttogehalt von fast 48.000 Euro, beim Vermögensberater liegt das durchschnittliche Jahres-Bruttogehalt bei oberhalb von 52.000 Euro, bei einem Finanzdienstleister bei knapp über 50.000 Euro Jahresbruttogehalt und bei einem Wertanalytiker beträgt das durchschnittliche Jahresbruttogehalt 59.000 Euro, um hier nur einige der von den Jobportalen ermittelten Daten aufzuführen.

Auch gibt es hierzu Daten firmenbezogen. Dabei zahlt zum Beispiel die Deutsche Bank eines des höchsten Einstiegsbehälter, die zwischen 48.000 und 68.000 Euro Bruttojahresgehalt liegen. Bei der Areal Bank liegt das Einstiegerhalt bei ungefähr 46.000 bis 50.000 Euro. Bei der DZ-Bank liegt das Einstiegs-Jahresbruttogehalt bei Bachelor-Absolventen im Durchschnitt bei 50.000 Euro. .Bei dem Versicherungskonzern Hannover Rück beginnen die Einstiegs-Jahresbruttogehälter bei 45.000 Euro und bei der R + V-Versicherung beträgt das Einstiegs-Jahresbruttogehalt zwischen 48 bis 50.000 Euro, um hier ebenfalls einige Beispiele aufzuführen.

Die Gehaltshöhe ist von einigen Faktoren abhängig

Zeit gegen Geld tauschen?
Zeit gegen Geld tauschen?

Dazu gehören zum Beispiel das Berufsfeld, die Unternehmensgröße, die Berufserfahrung und auch die Region sowie der aktuelle Stellenmarkt und die Wirtschaftslage des einzelnen Unternehmens sowie doe individuelle Weiterentwicklulngsmöglichkeit im Unternehmen.

Das Berufsfeld

Die Gehälter sind bei den einzelnen Berufsfeldern sehr unterschiedlich. Dabei können auch die in der Erdölverarbeitenden und in der Chemie-Industrie tätigen Mitarbeiter mit mehr als 50.000 Euro brutto pro Jahr rechnen. Die Freizeitindustrie , Touristik oder auch Kultur sind Bereiche, wo bei den Gehältern im Durchschnitt wesentlich weniger zu rechnen ist. Hier gibt es ungefähr einen Abschlag von 15.000 Euro auf die oben genannten Branchen.

Die Unternehmensgröße

Die Größe des Unternehmens spielt bei der Gehaltshöhe ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn Unternehmen über eine Mitarbeitergröße von 1 bis 500 Mitarbeiter verfügen, so ist dort in der Regel die Gehaltshöhe um ungefähr 3.000 Euro niedriger als in einem Unternehmen mit 501 bis 1000 Mitarbeitern. Wenn es sich dabei um Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern handelt, zahlen diese im Durchschnitt ungefähr 5.000 Euro mehr im Jahr, als solche Unternehmen mit 1 bis 500 Mitarbeiter.

Berufserfahrung = hohes Gehalt?

Neben dem Berufsfeld sowie der Unternehmensgröße spielt die Berufserfahrung und die vorhandene Qualifikation eine große Rolle bei der Höhe des Gehaltes. Je höher ein akademischer Abschluss vorhanden ist, umso eher kann auch ein höheres Gehalt erwartet werden. Dabei verdienen im Durchschnitte Akademiker im Vergleich zu Nicht-Akademikern ungefähr mehr als 35 Prozent mehr. So sind im Bereich Finanzen und im Bereich Bilanzen sowie Buchhaltung bei mehr als 10 Jahren Berufserfahren ungefähr 20.000 Euro mehr verdienen, als wenn nur bis zu 2 Jahre Berufserfahrung vorhanden sind. Wenn ein akademischer Abschluss im Bereich Steuern vorliegt und Berufserfahrung ebenfalls vorhanden ist, kann der Gehaltsanstieg ungefähr 50.000 Euro im Jahr mehr ausmachen.

Warum spielt auch die Region eine Rolle?

Desweiteren spielt auch die Region eine wichtige Rolle bei der Gehaltshöhe. Gerade im Berufsfeld der Finanzdienstleister, Versicherungen und Banken ist das Bundesland Hessen eine gute Basis dafür. Dort kann in diesem Berufsfeld ein durchschnittliches Bruttogehalt im Jahr von über 50.000 Euro erwartet werden. Ebenfalls gibt es in den Bundesländern, wie zum Beispiel Baden-Württemberg, Bayern und in Bremen, Jahresgehälter von über 45.000 Euro.

Wesentlich weniger gibt es zum Beispiel in den östlichen Bundesländern.

Der Stellenmarkt

Die Bruttogehaltshöhe wird auch dadurch beeinflusst, ob eine solche Stelle im Unternehmen benötigt wird oder nicht. Dabei vergeben die Arbeitgeber an solche Stellen, bei denen ein dringender Bedarf im Unternehmen besteht, auch höhere Gehälter. In solchen Unternehmen, die rasch wachsen, ist die Bezahlung auch im Bereich des Top-Managements zum Beispiel höher.

Wenn die Nachfrage nach einer Stelle sehr hoch ist und eine Vielzahl von Bewerbern an einer solchen Stelle Interesse haben, besteht für die Unternehmen auch die Möglichkeit, die Bezahlung und somit auch die Höhe des Bruttogehaltes relativ niedrig zu halten. Das kann beispielsweise dann entstehen, wenn eine große Anzahl von Studenten eine bestimmte Studienrichtung abschließen. Dazu gehört zum Beispiel das Studium der BWL oder ein Unternehmen auf dem Markt über eine große Anziehungskraft verfügt.

Die aktuelle Wirtschaftslage bezogen auf das jeweilige Unternehmen

Von großer Bedeutung ist auch das öffentliche sowie wirtschaftliche Erscheinungsbild des Unternehmens. Sollte das Unternehmen in seinem Markt (zum Beispiel in einem bestimmten Bereich der Finanzbranche) sehr erfolgreich sein, sind dann die Chancen für höhere Brutto-Jahresgehälter wesentlich höher, als wenn rote Zahlen vorhanden sind oder das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit angeschlagen ist. Dabei sind solche Informationen entweder im Netz oder an der Börse (bei börsennotierten Unternehmen) vorhanden.

Desweiteren helfen hier dann auch persönliche Beziehungen zu den einzelnen Angestellten in einem Unternehmen. um über einen solchen Weg etwas über die Stimmung im Unternehmen zu erfahren

Warum sieht man nur Bruttogehälter?

Das Bruttojahresgehalt ist die Berechnungsgrundlage für die abzuführenden Sozialabgaben und Steuern. Deren Berechnung erfolgt prozentual und deren Anstieg erfolgt bis zu der Beitragsbemessungsgrenze. Wenn dann Gehaltsanteile vorhanden sind, die dann über die hier vorhandene Grenze hinaus gehen, wird dieser Anteil in die Berechnung nicht mit einbezogen.

Auch bei den Angaben der Gehälter zu den einzelnen Positionen und bei den Vorstellungsgesprächen wird nur über das Brutto-Jahresgehalt gesprochen und ebenfalls bei Stellenanzeigen oder anderen Vergleichen werden die Brutto-Daten verglichen, weil die individuellen Gehaltsanteile sehr unterschiedlich sein können.

Dabei zählen zum Jahresgehalt brutto auch individuelle Anteile neben den monatlich ausgezahlten Gehältern. wie Provisionen, Boni, Jahresabschlussgratifikation sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder ein 13. Monatsgehalt, mit dazu.

Wenn mit dem Arbeitsgeber zum Beispiel auch einen Vertrag über eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen wird, werden hier dann auch noch diese Beiträge abgezogen.

Desweiteren kommen hier noch Sachleistungen, wie zum Beispiel ein Dienstwagen, eine Dienstwohnung, ein Firmenhandy mit Privatanteil, einen Firmenlaptop oder ein Mietzuschuss, Fahrkostenzuschüsse oder auch die Übernahme von Kindergartenkosten, um hier nur einige Beispiele zu nennen, mit hinzu.

Übrigens ist die Umrechnung von Brutto nach Netto recht einfach mit einem Rechner wie diesem : https://www.brutto-netto-rechner24.de/

Die persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeit im Unternehmen

Gerade bei den jüngeren Bewerbern spielt die persönliche Zukunftsperspektiven und somit auch die Entwicklung der zukünftigen Brutto-Jahresgehaltshöhe eine Rolle. Gerade bei der Einstellung von jüngeren Mitarbeitern plant ein Unternehmen auch damit, diese Person jahrelang an sich zu binden.

Je größer dem Unternehmen dann das Potential des jungen Mitarbeiters oder der jungen Mitarbeiterin erscheint, umso attraktiver ist dann auch diese Person. Auch aus diesem Grund ist dann ein Unternehmen bereit, hier einen höheren Einstiegs-Bruttojahresgehalt zu bezahlen.

Gerade bei Vorstellungsgesprächen ist es hier von Bedeutung, wie sich dort die bewerbende Person präsentiert. Dazu gehören neben den bisherigen Leistungen auch solche Faktoren, wie Kleidung oder die Körperhaltung mit dazu. Wenn eine solche Person sympathisch ankommt, hat dies dann auch einen Einfluss auf die Erfolgsaussichten für eine Anstellung und im Endeffekt auch auf die Bruttogehaltshöhe pro Jahr.

Ohne Personalverantwortung sind Spitzengehälter selten möglich

Die Gehälter zwischen Fach- und Führungskräften verfügen über eine große Lücke. Gemäß Untersuchungen von Experten, wie zum Beispiel das Online-Portal Gehalt.de ,verdienen Fachkräfte im Durchschnitt 42.000 Euro an Jahresgehalt brutto und bei den Führungskräften liegt dieses Jahresgehalt brutto bei ungefähr 96.000 Euro. Das ist im Durchschnitt ein Unterschied von ungefähr 130 Prozent.

Dabei zahlt sich grundsätzlich ab dem 50. Lebensjahr Personalverantwortung aus. Ab diesem Lebensjahr verdienen die Beschäftigten mit einer Personalverantwortung deutlich mehr als diejenigen ohne Personalverantwortung. Hierbei wächst mit dem Verlauf der Karriere und auch dem Alter der Einfluss in der Berufsqualifikation. Durch einen Studienabschluss steigt das Gehalt noch zusätzlich deutlich. So liegen hier die Absolventen mit Personalverantwortung im Durchschnitt bei ungefähr 118.000 Euro Jahresbruttogehalt.

Aber weibliche Vorgesetzte müssen hier auch weiterhin Abstriche hinnehmen. Dabei bleiben diese unabhängig davon, ob ein Studienabschluss vorliegt oder nicht, ungefähr 20.000 Euro unterhalb des Jahresgehaltes brutto von ihren Kollegen. Dabei werden diese Unterschiede bei den weiblichen Vorgesetzten in den höheren Altersgruppen immer größer. Als Gründe dafür werden hier die Kinder-Erziehungszeiten und die Familienplanung mit angegeben, die in erster Linie an den Frauen hängen bleibt. Solche Umstände bremsen die Karriere- und Gehaltsentwicklung.

Nach den Gehaltsreporten von Jobbörsen steigen im Bereich Finanzen, Banking und Versicherungen durch die Übernahme von Personalverantwortung die Bruttojahresgehälter um bis zu 19 Prozent. Auch hilft hier noch zusätzlich ein Umzug. Wie bereits erwähnt, verdienen gerade im Bereich Finanzen, Banking und Versicherung in Hessen die Angestellten am meisten. Auch die Position mit Personalverantwortung ist hier noch zusätzlich von Bedeutung. Gemäß Untersuchung liegt der Gehalt von einem Leiter Treasury zwischen 90 bis 170.000 Euro und der Jahresgehalt brutto bei einem Chief Financial Officers (CFO) bei 120.000 bis über 287.000 Euro im Jahr brutto.

Desweiteren ist gerade in der Finanzbranche die Grundvergütung. (also das Brutto-Grundgehalt) nur die Basisbezahlung. Mit Hilfe von Bonuszahlungen fällt dann die gesamte Vergütung wesentlich höher aus.

So verdient zum Beispiel ein Direktor oder eine Direktorin bei einer führenden deutschen Bank im Durchschnitte an Jahresgrundgehalt ungefähr 130.000 Euro. Dazu kommt noch zusätzlich eine Bonuszahlung im Durchschnitt von ungefähr 35.000 Euro mit dazu und somit liegt das Gesamteinkommen um ungefähr 27 Prozent über dem Jahresgrundgehalt.

Fazit

Auch heutzutage sind die Verdienstmöglichkeiten in der Finanzbranche gegenüber anderen Branchen trotz der zum Teil aktuell vorhandenen Probleme der Banken und allgemein im Finanzbereich in den letzten Jahren immer noch gut und liegen wesentlich höher als bei einer größeren Anzahl von anderen Branchenbereiche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.