Immobilien Tippgeberprovision – Höhe und Ablauf

Man hat von Freunden, Bekannten oder Nachbarn gehört, dass diese Ihre Wohnung oder Ihr Haus verkaufen möchten? Man ist darüber informiert, dass eine Eigentumswohnung in der Nachbarschaft frei wird? Immobilienmakler interessieren sich garantiert für diese Informationen. Wenn man von einem geplanten Verkauf einer Immobilie erfährt, kann man einem Makler einen guten Tipp geben und wird mit einer Tippgeber Provision belohnt.

Was ist eine Tippgeberprovision? An wen wenden?

Immobilienmakler legen besonderen Wert darauf, ihren Kunden ein attraktives Portfolio zu bieten. Daher sind sie stets auf der Suche nach Wohnungen, Häusern und Grundstücken, die zum Verkauf angeboten werden. Zusätzlich vermittelt ein Maklerbüro Ein- und Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Grundstücke. Auch an Geschäftshäusern besteht immer Interesse. Je nach Maklerbüro konzentriert man sich auf ein bestimmtes lokales Umfeld, eine Region oder ganz Deutschland. Einige Makler sind auch im Ausland tätig und vermitteln beispielsweise Ferienhäuser.
Immobilienmakler sind bei der Erweiterung ihres Angebots auf die Tipps von Privatpersonen angewiesen. Wenn man einen Eigentümer kennt, der sein Haus, seine Wohnung oder sein Grundstück verkaufen möchte, sollte man dies einem Makler mitteilen. Man wird mit einem bestimmten Prozentanteil am Verkauf einer bestimmten Immobilie beteiligt. Egal, woher man die Information von einem Immobilienverkauf erhalten hat, es ist sicher eine gute Idee, sich an ein Immobilienmaklerbüro zu wenden. Wenn man zum Tippgeber wird, kann man mit der Tippgeber-Provision bares Geld verdienen. Was muss man tun, um von dieser Provision zu profitieren?

An Immobilienmakler und Investoren wenden

Der erste Schritt: Sobald man von einem Immobilienverkauf erfahren hat, wendet man sich an ein bestimmtes Maklerbüro, indem man anruft, ein E-Mail schreibt oder persönlich das Büro aufsucht. Dann wird ein Treffen vereinbart, damit der Immobilienmakler mehr über eine betreffende Immobilie erfahren kann. Man sollte auf jeden Fall genaue Angaben zum geplanten Verkauf und zum Immobilienobjekt selbst bieten können. Im Optimalfall kann man bereits Angaben zur Ausstattung der Immobilie und Anzahl der Zimmer machen. Auch der Zustand des Objekts, das Baujahr oder die Größe des Grundstücks sind interessant.
Neben Immobilienmaklern gibt es noch andere Personengruppen, die eine Tippgeber-Provision bieten. Wenn man beispielsweise Investoren in einer bestimmten Region oder in einem lokalen Umfeld kennt, kann man für einen Tipp ebenfalls eine Provision erhalten. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass man als Tippgeber dabei behilflich ist, eine Immobilie von privat an privat zu verkaufen. Da sich sowohl Investoren als auch Privatpersonen die Maklergebühr ersparen, ist es möglich, dass in diesem Fall die Tippgeber Provision höher ausfällt.

Tippgeberprovision Höhe

Die Tippgeberprovision ist für viele leicht verdientes Geld
Die Tippgeberprovision ist für viele leicht verdientes Geld

Im nächsten Schritt prüft das Maklerbüro, ob man als Tippgeber wirklich infrage kommt. Falls die Voraussetzungen erfüllt werden, profitiert man bei einem möglichen Verkauf, an dem der Makler beteiligt ist. Man ist bei der Kontaktherstellung zum Eigentümer behilflich. Der Makler spricht dann mit dem Eigentümer der Immobilie über die Möglichkeit, sich für eine Service-Tätigkeit des Maklers zu entscheiden. Nun ist es entscheidend, ob sich der Verkäufer für ein bestimmtes Maklerbüro entscheidet und den Immobilienmakler mit der Vermarktung seiner Immobilie beauftragt.

Im Fall einer Zusammenarbeit findet der Immobilienmakler einen geeigneten Käufer für die empfohlene Immobilie. Da ein seriöser Makler meistens über eine Kartei mit Interessenten verfügt, kann ein Käufer oftmals sehr rasch gefunden werden. Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben und der Makler seine Provision erhalten, wird garantiert nicht auf den Tippgeber vergessen. Der Tippgeber kann sich dann auf seine Provision freuen. Jedoch ist es meistens notwendig, etwas zu warten, da die Maklerprovision zunächst auf dem Geschäftskonto eingehen muss. Anschließend bekommt man Sie die Tippgeber-Provision ausbezahlt. Wie viel Geld man schlussendlich erhält, richtet sich nach der Höhe der Maklerprovision. Als Tippgeber erhält man eine Prozent-Beteiligung an dieser Summe. Meistens bieten Makler 10 Prozent des Gesamt-Netto-Provisionsbetrages als Tippgeber-Provision. Einige Immobilienmakler erhöhen ab der dritten erfolgreichen Empfehlung die Tippgeber-Provision auf 15 Prozent.

Handelt es sich um Investoren oder Privatpersonen, kann sich die Provision sehr unterschiedlich gestalten. Da keine Maklergebühren anfallen, ist es unter Umständen möglich, dass ein Tippgeber eine höhere Provision erhält. Gerade wenn es sich um Cashflow Immobilien handelt.

Typischer Ablauf

Ein Haus mit Grundstück wird beispielsweise für 500.000 Euro verkauft. Der Immobilienmakler erhält eine Maklerprämie von 30450 Euro. Als Tippgeber Provision wurden 10 Prozent versprochen. Das bedeutet ,dass der Tippgeber 3045 Euro erhält.

Oft gestellte Fragen zur Tippgeberprovision

Ist die Tippgeberprovisions-Höhe verhandeln?

Die Höhe der Tippgeberprovision mit privaten Käufern verhandeln
Die Höhe der Tippgeberprovision mit privaten Käufern verhandeln

Als Tippgeber sollte man sich nicht mehr als 10 Prozent erwarten. Meistens sind keine Verhandlungen möglich und die Makler haben eine feste Vorstellung von der Prozent-Beteiligung. Jedoch ist es möglich, dass bei zahlreichen erfolgreichen Tipp seine höhere Prozent-Beteiligung für Tippgeber realisiert wird. Die Vorgehensweise sind von Makler zu Makler unterschiedlich. Bevor man sich als Tippgeber an ein Immobilienmakler wendet, sollte man sich zuerst über die Prozent-Beteiligung genau informieren. Spätere Verhandlungen zeigen meistens keinen Erfolg.
Bei Privatpersonen oder Investoren kann man durchaus probieren, zu verhandeln. Wenn man mit einem bestimmten Immobilienobjekt und einem Tipp sehr zufrieden ist, wird man sicher bereit sein, einen Tippgeber entsprechend zu belohnen.

Steuer

Je nach Umfang muss der Tippgeber die Provision als gewerbliche oder sonstige Einkünfte versteuern. Wenn ein Tippgeber
nur gelegentlich tätig ist und in einem Jahr die Tippgeber-Provisionen weniger als 256 Euro betragen, muss keine Steuer gezahlt werden. Wenn die Tippgeber-Provisionen in Summe 256 Euro oder mehr erreichen, ist eine Versteuerung erforderlich. Falls nun der Umfang über eine gelegentliche Tippgeber-Tätigkeit hinausgeht, werden Tippgeber-Provisionen als Betriebseinnahmen einer gewerblichen Tätigkeit betrachtet. Wenn ein Tippgeber gewerblich tätig ist, fällt diese Tätigkeit unter die Umsatzsteuer

. Das bedeutet, dass ein Makler die Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer zahlen muss. Jedoch besteht eine Ausnahme, wenn der Tippgeber Kleinunternehmer ist. Als Kleinunternehmer werden Personen bezeichnet, deren Gesamtumsatz im vorigen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überschritten hat und voraussichtlich 50000 Euro im laufenden Kalenderjahr nicht übersteigen wird. In diesem Fall ist der Tippgeber von der Umsatzsteuer befreit. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn er sich freiwillig für die Umsatzsteuerpflicht entschieden hat. In den meisten Fällen muss sich der Makler nicht um die Versteuerung der Tippgeber-Provision kümmern. Der Tippgeber ist selbst dazu verpflichtet, die Einkünfte ab einer bestimmten Höhe in seiner Steuererklärung zu vermerken.

Wie Objekte bekommen

Ein Tippgeber erhält seine Informationen meistens aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Zusätzlich ist es empfehlenswert, mit Nachbarn in Kontakt zu bleiben, die dann möglicherweise über einen geplanten Immobilienverkauf informieren.

Was passiert, wenn es nicht zum Kauf kommt

Zuerst muss man sagen, dass keine Kosten oder Entschädigen auf einen zukommen können. Doch wenn nach längerer Zeit kein passender Käufer für eine Immobilie gefunden werden kann, wird sich ein Maklerbüro wahrscheinlich nicht mehr mit der Vermarktung dieser Immobilie beschäftigen. Oftmals handelt es sich bei schwer zu vermittelbaren Immobilien um Objekte, die nicht ausreichend an das Verkehrsnetz angeschlossen, renovierungsbedürftig sind oder keine Infrastruktur im Umfeld besitzen. Wenn nun eine Immobilie nicht verkauft wird, erhält der Tippgeber auch keine Provision. Die Tippgeber-Provision wird nur nach dem Verkauf einer Immobilie ausbezahlt, da sie einen Prozent-Anteil der Makler-Provision darstellt. Wenn sich jetzt ein Makler nicht mehr für die Vermarktung einer Immobilie interessiert, kann man sich als Tippgeber natürlich an ein anderes Maklerbüro wenden. Jedoch muss man beachten, dass der Immobilienmakler wirklich kein Interesse mehr für die Immobilie zeigt, um mögliche Konflikte mit dem anderen Maklerbüro in Zukunft zu vermeiden.

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