Wie den Führerschein finanzieren

Mit dem Erreichen des 18. Lebensjahr steht man meist vor der ersten großen finanziellen Herausforderung, nämlich dem Führerschein. Während manche ihren Führerschein von den Eltern oder den Großeltern bezahlt bekommen, müssen sich andere das benötigte Geld mühselig ersparen. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, sich das Geld zu leihen. Dieser Beitrag zeigt, welche Möglichkeiten bestehen, damit junge Leute ihren Führerschein finanzieren können.

Was kostet eigentlich ein Führerschein?

Die genauen Kosten für einen Führerschein kann man leider nicht beziffern, da Fahrschulen keiner festen Preisordnung für ihre Fahrstunden unterliegen. Sie legen die Preise für Fahrstunden und die Theoriestunden selbst fest. Lediglich die Prüfungskosten sind einheitlich geregelt. Auch unterscheiden sich die Kosten je nach Bundesland. Insgesamt hängt es auch davon ab, wie viele Fahrstunden man benötigt und ob gegebenenfalls die Prüfungen wiederholt werden müssen. Wir sprachen mit den Experten der Fahrschule Rettig in Bonn und bei ihnen liegt ein günstiger Führerschein bei knapp 1500€. Alles in allem kann man aber festhalten, dass mit durchschnittlichen Kosten von 1500 bis 2000 Euro für einen Führerschein zu rechnen ist. Stellt sich nun die Frage, wie man diesen finanzieren kann.

Wie bekomme ich das Geld für den Führerschein?

Um den Führerschein zu finanzieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Im besten Fall hat man rechtzeitig dafür gespart und kann diesen in bar bezahlen. Oft können das aber die wenigsten. Wer bereits ein laufendes Einkommen hat, kann diesen auch schrittweise bezahlen. In der Regel ist es kein Problem sich mit der Fahrschule darauf zu einigen, dass man die Fahrstunden immer in gewissen Etappen bezahlt. Wer sich für seinen Führerschein etwas Zeit lässt, für den ist es meist kein Problem diesen auch ohne Ersparnis während dem laufenden Unterricht aus dem monatlichen Einkommen zu bezahlen. Weitere Möglichkeiten bestehen aber auch darin, Geld zu sparen, mehr Geld zu verdienen oder sich das Geld bei der Familie oder der Bank zu leihen.

Geld einsparen

Wer seinen Führerschein finanzieren will, sollte zudem schauen, dass er an anderer Stelle Geld einspart. Hierfür kann man beispielsweise seine Fixkosten anschauen und prüfen, ob es dabei eventuell Positionen gibt, die entweder überflüssig sind oder preislich optimiert werden können. Hat man zum Beispiel laufende Verträge, die man nicht unbedingt benötigt? Kann man durch die Umstellung des Handyvertrages etwas sparen? Zusätzlich kann man auch etwas sparsamer leben. Das bedeutet zum Beispiel weniger feiern zu gehen oder günstiger feiern zu gehen. Auch in Sachen Kleidung kann man viel sparen, denn oft ist diese nicht unbedingt nötig.

Mehr Geld verdienen

Neben dem Geld sparen kann man allerdings auch versuchen, dass man zusätzlich mehr Geld verdient. Die einfachste Methode ist den Arbeitgeber zu fragen, ob es möglich ist, die Stundenzahl zu erhöhen, falls man bisher nur in Teilzeit arbeitet. In der Ausbildung ist das allerdings nicht möglich. Die zweite Möglichkeit ist es, sich einen Minijob zu suchen. Das kann man sogar neben der Ausbildung und neben jeder Vollzeitstelle machen. Vielleicht findet man hier etwas für die Abendstunden oder das Wochenende. Ein oder zwei Tage pro Woche mit ein paar Stunden können schon ausreichen, um den Führerschein zu finanzieren.

Sollte man sich Geld für den Führerschein leihen?

Sich das Geld zu leihen, kann ebenfalls eine gute Methode sein, um den Führerschein zu finanzieren. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder leiht man sich das Geld privat von den Eltern, den Großeltern oder einer anderen Person und zahlt es dieser in Raten zurück, oder man fragt bei der Bank nach einer Finanzierung. Jedoch muss man immer bedenken, dass geliehenes Geld auch wieder zurückbezahlt werden muss. Wer gerade noch in der Ausbildung ist, der kann voraussichtlich nur kleine Raten zurückbezahlen.

Das Geld bei den Eltern leihen

Wenn die Eltern den Führerschein nicht finanzieren, so kann es dennoch sein, dass sie ihrem Kind die Möglichkeit geben das Geld zu leihen und wieder zurückzuzahlen. Auch kann es sein, dass die Großeltern oder ein anderer Verwandter dem Kind die Möglichkeit geben, sich das Geld für den Führerschein zu leihen. Hierbei sollte man sich dann allerdings auf einen festen Rückzahlungsplan einigen und sich dann auch an die Ratenzahlungen halten, sonst kann es schnell Unruhen innerhalb der Familie geben. Wer das gern schriftlich festhalten möchte, der kann einen sogenannten privaten Darlehensvertrag machen. Ob man dafür auch Zinsen berechnen möchte, ist natürlich Ermessenssache. In jedem Fall hätte man in Ernstfall zumindest ein schriftliches Dokument. Geld führt nicht selten zu Streit in Familien oder unter Verwandten.

Finanzierung bei der Bank

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Führerschein mit einem Kredit bei der Bank zu finanzieren. Wer allerdings noch kein festes und geregeltes Einkommen hat, für den wird es schwer einen Kredit zu bekommen. Auch hier können wieder die Eltern, Großeltern und andere Verwandte ins Spiel kommen. Diese können beispielsweise bei einem Kredit als Bürge eingesetzt werden. Dies verschafft der Bank Sicherheiten, die sie beim Kreditnehmer nicht hat. Kann nämlich der Kreditnehmer die Raten nicht begleichen, so fordert die Bank das Geld bei den Bürgen an. Bevor man einen solchen Kredit eingeht, sollte sichergestellt sein, dass sich der Kreditnehmer die Raten auch wirklich leisten kann. Des Weiteren kann statt einem Bürgen auch ein zweiter Kreditnehmer eingesetzt werden. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Bürge, jedoch mit dem Unterschied, dass er genauso haftet wie der Kreditnehmer und auch einen Eintrag über den Kredit in der Schufa erhält.

Fazit

Grundsätzlich betrachtet, kann die Finanzierung des Führerscheins junge Leute vor eine Herausforderung stellen, insofern kein gespartes Kapital vorhanden ist, die Eltern oder Verwandte nicht unterstützen und das eigene Einkommen zu gering ist. Oft ist es dann auch nicht möglich, den Führerschein bereits mit 18 Jahren zu machen, sondern noch etwas zu warten, bis sich die finanzielle Situation verbessert. Wer allerdings auf den Führerschein angewiesen ist, aber die finanziellen Mittel nicht besitzt, kann sich das Geld bei der Familie, anderen Verwandten oder bei der Bank leihen. Geliehenes Geld muss allerdings wieder zurückbezahlt werden und man geht so in jungen Jahren schon Schulden in Höhe von zirka 2000 Euro ein. Innerhalb der Familie lassen sich meist bessere Konditionen finden als bei der Bank. In der Regel verlangt der Verwandte auch keinen Zins. Falls diese Möglichkeit nicht besteht, bleibt nur noch die Bank mit optionalem Einsatz eines Bürgen oder zweiten Kreditnehmer. Dies sollte allerdings die letzte Option sein.

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